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Speyer mittlerweile die zweite Heimat Jean-Paul Bachert Drucken E-Mail
Geschrieben von Uwe Eid   
Sonntag, 10. Januar 2010

towers_kleinBasketball ist ein großer Bestandteil seines Lebens. Als Spieler und als Coach feierte Jean-Paul Bachert in Frankreich 40 Jahre lang große Erfolge, jetzt hält der TSV Towers Speyer-Schifferstadt den "Ruheständler" aus dem Elsass mächtig auf Trab. Der erfahrene Pädagoge ist eine große Bereicherung im Trainerteam der Towers. Es war kein Zufall, dass Jean-Paul Bachert sich den Korbjägern in der Domstadt anschloss. Die Zusammenarbeit des erfolgreichen französischen Trainers mit den ambitionierten Towers fädelte Manager Markus-Oliver Schwaab ein. Wie schon so oft in der Vergangenheit hatte der Abteilungsleiter des TSV Speyer bei der "Verpflichtung" des Franzosen auch dieses Mal ein richtiges Händchen. Der erfahrene und erfolgreiche Bachert auf der einen Seite und die leistungsorientiert arbeitenden Towers auf der anderen Seite - das passt!

Seit über zwei Jahren ist der Trainerfuchs ein fester Bestandteil von Speyers Übungsleiter-Garde, mehr sogar: Mit seiner Erfahrung gerade im Jugendbereich und seinen kommunikativen Fähigkeiten ist er genau der richtige Mann, wenn es daraum geht, Talente zu fordern und zu fördern. Jean-Paul Bachert schaffte gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Johannes Seither mit der männlichen U14 letzte Runde sensationell den Sprung zu den Deutschen Meisterschaften und Bachert ist auch die Galionsfigur in dieser Saison beim Aufbau der weiblichen U17-Leistungsmannschaft in der neugegründeten Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL). "Vor vielen, vielen Jahren lernte ich Oliver Schwaab in Möhringen kennen. Seit unserer gemeinsamen Stuttgarter Zeit sind wir Freunde geblieben, der Kontakt riss nie ab", berichtet der agile Elsässer, der bereits drei Mal Jugendteams zu französischen Meisterschaften führte. Auch wenn ihn Frankreichs Korbjäger noch nicht ganz loslassen und er unter der Woche eine Herrenmannschaft in Kochersberg und ein Frauenteam in Marlenheim trainiert und coacht, hat der heute in Westhoffen bei Strasbourg lebende Bachert seit geraumer Zeit Speyer am Wochenende zu seiner zweiten Heimat erklärt.

sgtowers_jean-paul_bachert_kleinVon freitags bis sonntags ist der Towers-Trainer meist Gast bei den Schwaabs in Dudenhofen und steht die meiste Zeit in Speyers Hallen beim Training oder Spiel. Der mit 56 Jahren bereits in den Ruhestand verabschiedete Lehrer unterrichtet die männliche U14-Mannschaft der TSV-Towers und ist Headcoach der U17-Mädels, die quasi als Pfalzauswahl auf weiter Deutschlandreise sind. Bei der Pionierarbeit zieht Jean-Paul Bachert seit April 2009 die Fäden in Speyer und formt mit Trainingseinheiten am Freitag Abend und Samstag Vormittag aus vielen guten Individualisten eine Mannschaft. "Wir sind noch nicht so eingespielt wie die anderen Teams, die bereits seit Jahren zusammen sind und sogar teilweise Nationalspielerinnen in den Reihen haben. Darüber hinaus haben wir eine junge Truppe, besitzen viel mehr jüngere Jahrgänge als die Kontrahenten", erklärt Bachert, warum die Pfalz-Towers sich bislang so schwer tun und noch kein Spiel in der WNBL gewonnen haben. "Doch alle sind fleißig und ehrgeizig. Man darf auch nicht vergessen, dass wir mit Eva Erb, die längere Zeit in den USA ist, unsere erste Aufbauspielerin nicht zur Verfügung haben und alle Mädels einen großen Fahrt- und Zeitaufwand in Kauf nehmen müssen, um hier in Speyer zu trainieren und zu spielen." Als einzig realistisches Ziel nennt Bachert den Klassenerhalt und setzt dann in der Relegationsrunde ab Februar 2010 auf "Gegner auf Augenhöhe". "Wir wollen auch nächste Saison wieder in der Bundesliga an den Start gehen. Die WNBL zu halten - das ist unser Ziel und das wird unsere große Aufgabe im Frühjahr sein", sagt Bachert.

Steckbrief:

Jean-Paul Bachert, geboren 1951, wohnhaft in Westhoffen/Elsass, Beruf: Lehrer für lernverzögerte Schüler (im Ruhestand).

Die größten Erfolge als Spieler: 1968 Elsass-Auswahl, erste französische Liga (1972, AS Strasbourg), dritte und vierte Nationalliga bei ASPTT Strasbourg (1973 - 1978), Regionalliga 1979 - 1982.

Stationen als Trainer: Weibliche Elsassauswahl 1989 - 1991, weibliche Auswahl Département Bas-Rhin 1992 - 1995, männliche Auswahl Département Bas-Rhin 1996 - 2002, ASPTT Strasbourg (3. Nationalliga Männer 1996), L.C. Duttlenheim (3. Nationalliga Frauen 1999 - 2002), regionaler und überregionaler Trainerausbilder in Frankfreich 2001 - 2003, TSV Towers Speyer-Schifferstadt seit 2007.

Aufgaben im französischen Basketballverband: Mitglied der Technischen Kommision Elsass 1989 - 1994 und Bas-Rhin 1988 - 2002, Mitglied des Präsidiums Bas-Rhin 1988 - 1992, Départements-Schiedsrichter bis 2004.

 
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